Freitag, 8. September 2017

Hausnummer 40 ... oder wo bitte geht`s nach Berlin? von Christopher L.Ries

Hausnummer 40...oder wo bitte geht`s nach Berlin?

von Christopher L.Ries




Die Liebe ist futsch. Auch das Ziel, verdammt gute Bücher zu schreiben, entgleitet ihm. Das ist für Schriftseller Elias das Schlimmste, was passieren kann. Kurzerhand trennt er sich von seiner Frau, packt einen Koffer, seinen PC und Hund Bobby in einen Mietwagen und rast, wie er denkt, Richtung Freiheit. In einer völlig anderen Stadt, in einem neuen Umfeld, und eingebettet in einem für ihn so noch nicht da gewesenen herrlichen Lebensgefühl, lernt er Althaia kennen. Endlich schöpft Elias wieder Kraft. Kraft zu kämpfen, für sich, für das, was ihm wichtig scheint, für ein ganz neues Leben ohne den Blick über die Schulter. Lebensgefährtin Althaia führt das frivole, unerschrockene Leben, von dem er immer schon geträumt hat. Die Illusion, mit ihr glücklich zu werden, Seite an Seite mit ihr in unendlicher Leichtigkeit in die Zukunft zu gleiten, wird schnell zum Albtraum, denn Althaia ist nicht nur schön, sondern auch Objekt männlicher Begierde. Vor allem ihre turbulente Vergangenheit holt sie immer wieder ein, treibt sie von einer Gemütskrankheit in die nächste. So träumt sie oft von ´Walmerodus´, einem Reiterhof, der in einer ganz verfahrenen Phase ihres Lebens wie eine rettende Insel war. Auch ihre fünfzehnjährige, hochsensible Tochter Isabel, träumt noch weltentrückt von Walmerodus. Und davon, ein normales Leben führen zu können. Immer wieder rufen sich Althaias alte Geister in Form ihrer Ex-Männer und Geliebten von einst in Erinnerung.


Über eine Leserunde durfte ich dieses Buch von Christopher L.Ries lesen. Das Cover gefällt mir besonders gut, jedoch verrät es, genauso wie der Titel, nicht viel von dem Inhalt, der mich immer wieder aufs Neue überrascht hat. 

Der Schreibstil des Autors, ist gefühlvoll, humorvoll, leicht und locker zu lesen. Durch den fließenden Schreibfluss kommt man relativ schnell mit dem Lesen voran und die Schrift ist angenehm groß. 

Erzählt wird in der Ich-Form aus der Sicht von Elias und die Dialoge sind verständlich mit einer humorvollen Sprache. Elias erzählt von seinem derzeitigen Leben, aus dem Ausbrechen will und wird, denn er hält es zu Hause bei Frau und zwei erwachsene Stiefkindern nicht länger aus. Auch zum Schreiben findet er nicht mehr und daher flieht er mit Bobby. In einer fremden Umgebung jedoch lernt er relativ schnell eine neue Frau kennen, Althaia. Althaia jedoch hat ebenfalls noch mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen. 
Sie lässt sich dennoch auf Elias ein, er zieht bei ihr in das Haus Nummer 40 ein, aber es kommt immer anders als man erwartet. 
Der Autor überrascht mit immer wieder neuen Wendungen und Geschehen den Leser, somit wird es nie langweilig. 

Die Handlungsorte und Charaktere sind gut beschrieben und Elias, Althaia und ihre Kinder Isabel, Nicolas, Victoria sind mir sehr sympathisch, aber auch Althaias Sohn Mike wird man kennenlernen, der bei seinem Vater lebt. 
"Humorvolles, überraschendes Debüt des Autors Christopher L. Ries, und ich hoffe nicht das Letzte. Locker, schnell und fließend zu lesen. Überraschende Wendungen mit guten Charakteren. Absolut lesenswert."