Samstag, 16. September 2017

Interview Benno Pamer


Hallo Benno,

Herzlich willkommen als VIP Gast auf meinem Blog und vielen lieben Dank, dass du dir Zeit nimmst für dieses Interview. 



Benno, stelle dich bitte mal den Lesern vor. 
Hallo, mein Name ist Benno Pamer, ich bin 40 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Söhne von 6 und 9 Jahren. Beruflich bin ich in der Bauzulieferbranche tätig und bin dort Vertriebsleiter bei einem internationalen Baustoffhersteller.

Wie kam es eigentlich zur Trilogie (oder wird es noch mehr Teile geben) ? 

Es wird definitiv nur drei Teile geben, da ich nachher beabsichtige, mich auch in anderen Genres auszutoben. Zur Trilogie kam es, da ich nach dem Abschließen des ersten Teiles das Gefühl hatte, dass Noah noch mehr interessante Geschichten anzubieten hat. Mein Verlag war gleich von der Idee einer Trilogie begeistert und so haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, Noah noch zwei weitere Auftritte zu verschaffen.

Warum wähltest du Engel als Hauptprotagonisten? 

Ich wollte den Kampf Gut gegen Böse thematisieren und die Engel sind für mich der Inbegriff des Guten, auch wenn ich sie nichts so unmenschlich verklärt darstellen wollte, wie das zum Beispiel in der Bibel erfolgt. 

Glaubst du selbst an Engeln? Bist du gläubig? 

Ich bin streng katholisch erzogen worden und kenne die religiösen Hintergründe bis ins kleinste Detail. Ich glaube persönlich nicht an Engel, wie sie sich der Normalbürger vorstellt, auch wenn man in manchen Situationen schon mal an das Wirken eines Schutzengels vermutet haben kann.

Denkst du, dass Engel in Menschen auf unserer Welt leben? 

Ich denke nicht, dass engelsartige Wesen in Menschengestalt auf der Welt leben. Aber ich glaube, dass die Kraft des Guten, die ich in meinem Werk als das Licht beschreibe, in einigen Menschen besonders stark ausgeprägt ist. Menschen, die ihr eigenes Schicksal hinten anstellen, und sich um andere Kümmern, in der Entwicklungshilfe, in sanitären Berufen, in karitativen Einrichtungen, aber auch jeder einzelne, der im Alltag einer alten Frau über die Straße hilft oder mit Zivilcourage in Situationen eingreift, in die er sich selbst in Gefahr bringt und dadurch vielleicht einer bedrängten Frau oder einem belästigten Kind hilft, trägt diese Kraft in sich und könnte in einer weiteren Definition als Engel des Alltags bezeichnet werden.

Im ersten Teil schreibst du auch über Damaskus. Warum wähltest du diesen Ort als Ort der Dämonen? 

Syrien insgesamt und Damaskus im Speziellen ist für mich aktuell mit den Wirren des syrischen Bürgerkrieges, mit den Gräueltaten der IS-Schergen und dem menschenverachtenden Diktator Assad ein Ort, der sich perfekt für das Zentrum des Bösen eignet. In wohl keiner Region der Welt geschehen so viele grausame Taten wie hier und wenn Dämonen auf der Welt wären, würden sie sich ohne Zweifel in dieser Region niederlassen.

Mittlerweile ist auch Noah eingetroffen und ich sage euch, dieses Leuchten in den Augen kann jeden hypnotisieren. 

Hallo Noah, es ist mir eine Ehre, dass auch du heute zu uns gestoßen bist, um mir ein paar Fragen zu beantworten. Noah, bitte stelle dich den Lesern vor. 

Hallo Manuela, freut mich, dass ich mal aus meinem Buch herauskomme und auf deinem Blog mit deinen Followern diskutieren kann. Wer mich noch nicht kennt, mein Name ist Noah Seraph, ich bin jetzt, am Ende der Trilogie 24 Jahre alt und komme aus dem schönen Passeiertal in Südtirol. Als Tarnung arbeite ich während der Geschichten in unterschiedlichen Berufen, bin Fotograf, diplomatischer Mitarbeiter und Student, aber eigentlich bin ich ein hochrangiger Engel, der die Menschheit vor dem Untergang bewahrt…scharfer Job für einen 24-Jährigen, nicht? (Noah lacht verschmitzt)

Noah, wie hast du damals reagiert, nachdem du die Wahrheit erfahren hast, dass du einer der Engel bist? 

Das hat mir zuerst Mal den Boden unter den Füßen weggezogen. Da denkst du, du bist ein benachteiligter Halbwaise mit normalen Alltagsproblemen, und plötzlich katapultiert es dich in einen epischen Kampf zwischen Gut und Böse, der dein Leben und die Existenz der Menschheit bedroht. Richtig starker Tobak, würd ich sagen.

Noah, verrate uns doch mal, wie Benno über euch Engel recherchiert hat. 

Nun, ich muss schon sagen, Benno ist inzwischen zu einem kleinen Experten für Engel geworden. Er hat ja durch seine katholische Erziehung und sein historisches Interesse bereits vor dem Schreiben des Romans viel über uns Engel gewusst, im Laufe der Recherche hat er sich dann verstärkt mit Engelsphilosophien in anderen Religionen und Kulturen auseinandergesetzt und gemerkt, dass Engel ein Bindeglied zwischen allen Religionen sind und Menschen zu allen Zeiten beschäftigt haben. 

Wie seit ihr Beide (Benno und du) euch begegnet? 

Tja, wir stammen ja aus derselben Ecke und deswegen war es unvermeidlich, dass wir uns über den Weg laufen (Noah lacht) Ne, Scherz beiseite. Ich glaube, viel von mir steckte schon lange in Bennos Kopf und auch wenn er es nicht zugeben wird, ich denke, dass viele Eigenschaften von mir autobiografisch sind. Wenn man den jungen Benno treffen würde und meine Beschreibung im Buch darüber legt, würde man viele Aspekte wiedererkennen.

Benno, es kommen im ersten Teil auch Szenen vor, die „brutal“ sind und auch mit BDSM zu tun haben. Warum wähltest du ausgerechnet BDSM bzw. Fetisch für die Dämonen aus? 

Ich möchte Vorausschicken, dass ich grundsätzlich nichts gegen Fetische und freie Arten des Auslebens von sexuellen Fantasien habe, sofern alle Teilnehmer aus freien Stücken daran teilnehmen. Und genau diese Freiwilligkeit ist es, die von Seiten der Dämonen bei solchen Praktiken nicht vorhanden ist. Die gelebte Gewalt, Erniedrigung besonders der verletzlichen, weiblichen Figuren steht für mich für abartige, schlechte, erzwungenen Sexualpraktiken der dunklen Seite, die der erfüllenden, gleichberechtigten, sinnlichen Erotik, welche die Engel zur Stärkung ihrer Energien ausüben gegenüber. Trotzdem war das Bild des geifernden Dämonen, der sich in einem Fetisch-Club über unschuldige, gefesselte Mädchen hermacht ein starkes Element, das die Abartigkeit der Dämonen unterstreichen sollte.

Für mich bedeutet das Licht (von dem im Buch geschrieben wird) „LIEBE“. Denkst du, dass die LIEBE der einzig wahre Glauben sein kann? 

Ich finde das Licht, oder wenn du willst die Liebe, ist eine treibende Kraft, die das Gute auf der Welt zum Vorschein bringt. Liebe zu Mitmenschen, Liebe zur Gesellschaft, Liebe zur Natur, Liebe zu Tieren, Liebe zu Recht und Ordnung, all das trägt dazu bei, dass die Welt ein besserer Ort werden kann, wenn ihr Wirken nicht durch Gewalt und Grausamkeit gestört wird. Alle Religionen der Menschheit Fußen auf dem Prinzip Gut und Böse, Licht und Schatten und dieser Dualismus findet sich auch in jeder Gesetzgebung wieder. Also könnte man deine Frage ohne weiteres mit Ja beantworten. Ein Leben im Sinne des Lichtes, der Gerechtigkeit, der Liebe kann für Menschen ein Weg zur persönlichen Religion sein.

Glaubst du auch an ein Leben nach dem Tod? 

Gute Frage. Ich glaube jetzt nicht an ein physisches Paradies oder eine Hölle und bin beim Gedanken der Unendlichkeit noch zu keiner klaren Ansicht gekommen. Ich könnte mir ohne weiteres Vorstellen, dass unsere innere Energie, die in vielen Religionen Seele genannt wird, nach unserem Tod in irgendeiner Art und Weise erneut in den Kreislauf des Lebens gelangt und irgendwo im Universum als neues Wesen zu Leben beginnt. Meine Phantasie reicht dazu aus, mir das vorzustellen, und deswegen bin ich schon gespannt, wie es nach dem Tod weitergeht. Mal sehen

Benno, wie kam es eigentlich zu der Zusammenarbeit zwischen dem Verlag und dir? 

Ich habe mein Manuskript an den Raetia Verlag geschickt und bin recht schnell mit meiner Projektleiterin Eva Simeaner und dem Geschäftsführer Dr. Wilfried Gufler ins Gespräch gekommen. Der Verlag hat mich bei der Umsetzung stark unterstützt und mir die Tür zu dieser neuen Welt geöffnet, wofür ich sehr dankbar bin.

Die Cover sind ja total anders als man es vielleicht gewohnt ist. Wie bist du mit den Covern zufrieden? 

Mit den Covers hatten wir das Ziel, nicht nur die klassischen Fantasyleser anzusprechen, die heut von den fast comichaften Covers der Fantasy-Romane überschwemmt werden, sondern mit Bilder zu arbeiten, die bereits eine kleine Geschichte erzählen, die man mehrschichtig deuten kann. Sicherlich werden viele Leser nach dem Lesen des Buches darüber nachgedacht haben, ob der Engel am Cover von Der Verrat Noah oder Frank ist, oder ob die Frau mit den zwei Gesichtern bei Die Verdammten Mirjam oder Hannah darstellt. Zusätzlich wollte ich ein Layout generieren, das international wirkt und nicht als Provinz-Roman daherkommt, wie es bei vielen Publikationen kleinerer, lokaler Verlage oft passiert. Ich hoffe, diese Punkte sind bei der Umsetzung gelungen. Falls nicht, kann ich mich leider nicht beim Layouter beschweren, da ich die Covers selbst erstellt habe. Ich bin nämlich ausgebildeter Kommunikations-Designer.

In welchem Genre würdest du die Seraphim Reihe einordnen? 

Diese Frage habe ich lange mit meinem Verlag diskutiert. So richtig passt die Reihe in keine Schublade, gleich wie ich. Die besten Einteilung wäre die Bezeichnung erotischer Mystery-Thriller und passt somit sowohl ins Genre Fantasy, als auch Mystery, Krimi und erotische Literatur.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus, an dem du schreibst?

Ich habe zum Schreiben leider keinen fixen Arbeitsplatz, den ich hier schicken könnte, ich arbeite, wo es mir gerade in den Sinn kommt. Das kann mal der Küchentisch sein, das Wohnzimmer, das Schlafzimmer, am liebsten aber Schreibe ich im Freien, im Garten oder auch einfach nur auf einer Bank in der Sonne. Das wichtigste dabei ist das Panorama meiner Heimat, von der ich euch stellvertretend ein Foto mitschicke. Das ist die Sicht aus meinen Schreibräumen.

Jetzt noch eine letzte Frage, die mich brennend interessiert. Gibt es einen Hintergrund, warum du diese Reihe geschrieben hast und du Themen wie Engel, Dämonen, Damaskus, IS, Gut und Böse gewählt hast? 

Es gibt eigentlich keinen genauen Hintergrund, kein prägendes Erlebnis, warum ich gerade diese Themen verwendet habe. Die Geschichte schien seit Jahren in meinem Kopf zu stecken, denn das erste Manuskript ist in wenigen Wochen aus mir herausgeflossen, allerdings muss ich dazu sagen, dass mich das Thema IS, der Verfall der Werte in unserer Gesellschaft, Terrorismus, Gewalt, Armut und Elend in vielen Entwicklungsländern und der Verfall der Umwelt oft beschäftigt und ich mich besonders seit der Geburt meiner Söhne immer öfter frage, in welch abartige Welt ich sie eigentlich gestellt habe. Insofern ist das Schaffen eines Weltenretters wie Noah vielleicht ein tiefes, psychologisches Bedürfnis in mir, ein wenig Hoffnung für die nächste Generation zu erstellen. Vielleicht können wir alle ein wenig von Noah in uns aufnehmen und das Licht in die Welt bringen. Oft können kleine Zeichen viel bewegen, davon bin ich felsenfest überzeugt.

Gibt es etwas, was du den Lesern noch mitteilen möchtest?

Eigentlich nur, dass ich mich freuen würde, wenn viele von Euch neugierig auf Noah und seine spannende Geschichte geworden sind und vielleicht mal einen Blick in das Buch werfen würden. Ein Stück Noah und Frank stecken in jedem von uns und vielleicht gelingt es mir, ein paar von Euch zum Nachdenken über die Gute und die Böse Seite auf der Welt zu bringen. Das und das Vermitteln von ein paar amüsanten Stunden bei einer kurzweiligen Geschichte sind der Antrieb meines Schreibens.

Hier ist nun Platz für Werbung: 

Mit der Werbung hab ich ja bereits im letzten Absatz begonnen, doch hier noch mal soviel. Seraphim – der Verrat und Seraphim – Die Verdammten sind im Retina Verlag erschienen und sich ala Hardcover zu 19-90€ und als E-Book zu 7.90 bzw. 9,90 erhältlich.


Wer Lust hat, in eine spannende Story mit hochaktuellen Themen und einer Prise Mystery zu werfen, sollte sich definitiv mit meinen Büchern beschäftigen. Weitere Infos gibt’s auf der Seite meines Verlages 


Vielen herzlichen Dank, dass ihr mir die Fragen beantwortet habt und freue mich jetzt schon auf den 3. Band :) 

Ich hoffe ihr habt einen kleinen Einblick bekommen ;) 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen